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Kurzkritiken - Black Gold
02.07.2012

Black Gold - James Horner
Varèse Sarabande / 07.02.2012
14 Tracks / 55:22 min

James Horner, der Mann, an dessen Musik sich die Geister scheiden, zählt mittlerweile wieder zu den aktivsten der Komponistengemeinde. Einer seiner jüngeren Scores hat erneut für viel Diskussionsstoff gesorgt: Black Gold. Grund für diese war erneut Horners Lust am Plagiat, denn sein Hauptthema für Black Gold setzt sich aus Schindlers Liste und Zorro zusammen. Das ganze klingt sogar arabisch, wenngleich im geschulten Ohr immer wieder die Assoziationen des Schindlers Themas auftauchen und für Irritationen sorgen. Mal abgesehen davon, schafft es Horner trotzdem eine abwechslungsreiche Partitur zu schreiben: angefangen von den sanften Klängen der einsamen Wüste („Main Title – A Desert Truce“) über fröhlich anmutenden Orchesterpassagen („The Wonders of Wealth“) und dramatische Momente („You Were a Prince“) bis hin zum elegischen Finale („A Kingdom of Oil“), für jeden Geschmack ist etwas dabei und man hat auch alles schon mal irgendwo irgendwie gehört.

Für den entsprechenden Lokalkolorit sorgt Horner mit männlichem Sologesang („Father and Son“/„Phantom Army“), doch voll und ganz überzeugen will das nicht, zumal das oft verwendete Klavier immer etwas „westlichere“ Klangassoziationen weckt. Volle Geschütze kann er auch in den Actionszenen auffahren („Battle in the Oil Fields“): Hornfanfaren schichten sich über dichte Streicherrhythmen, begleitet vom militärisch anmutenden Klang der Drums, und zwischendurch glänzt das Hauptthema triumphal auf.

Horners Musik kann man nur schwerlich als wirklich innovativ bezeichnen, es sind die bekannten Bausteine aus seinem Baukasten, die er gelegentlich jedoch erfrischend anders zusammensetzt. Zu hören gibt es einen typischen Horner Score, der seine schönen Seiten durchaus hat, aber auch seine bekannten Schwächen aufweist. Aber hat man etwas anderes wirklich erwartet? Wohl nur Fantasten können das von sich behaupten.


Ludwig Hollmann, 02.07.2012

3 von 6 Punkten


Letzte Änderung: 19. 1. 2013 | Webmaster: Jonas Uchtmann | © Layout dieser Website by Adrian Werner & Jonas Uchtmann, 2002–2013.