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Kurzkritiken - Red Sonja
13.07.2012

Red Sonja - Ennio Morricone
Perseverance Records / 16.11.2010
16 Tracks / 37:40 min

Ennio Morricone, jener Italiener, der ohne Ende Scores für Spaghetti-Western schrieb, tauchte auch das ein oder andere Mal in die übrigen cineastischen Genres ein. Eines seiner bekannteren Werke ist Red Sonja, ein eher trashiger Fantasyfilm mit Arnold Schwarzenegger aus dem 80ern. Nicht die beste Musik hätte diesen Film irgendwie aufwerten können, so furchtbar platt sind die Dialoge, so eintönig die Handlung, so schlecht die Sets und Regieeinfälle. Das wirklich einzig lohnenswerte ist seine Musik. Denn Ennio bestückte den Film mit einem mitreißenden und packendem Hauptthema („Main Title“). Eine Solotrompete bietet die fröhliche Melodie dar, bevor sie erst von den Streichern, dann von den Holzbläsern, danach vom Chor und zu guter Letzt vom ganzen Orchester aufgegriffen wird. Nebst knalliger Actionmusik („Temple Raid“ / „Fighting the Soldiers“ / „Sonja Defeats the Queen“), die voll orchestral ausgearbeitet ist und mit “Sonja”-Rufen des Chors unterlegt ist findet sich dennoch ein Hauch des Western-Morricones, wobei dieser Eindruck vor allem durch den Gebrauch der einsamen Solo-Trompete entsteht. Für die magischen Momente des Films verlässt sich Morricone auf ruhige Klangcollagen mit leisen Chören und mystischem Flair („The Talisman“). Die Musik ist als ganzes vielleicht etwas unausgegoren, die einzelnen Bestandteile werden kaum oder gar nicht miteinander verknüpft.

Bewertungstechnisch reißt das tolle Hauptthema sowie die stimmige Actionmusik einiges raus, sodass am Ende gute 3 Punkte angemessen sind (mit leichter Tendenz zu 3,5). Die Musik war 1990 im Varèse-Club zusammen mit Bloodline erschienen, aber da nur auf 1000 Stück limitiert, schnell eine Rarität. Die Musik wurde zudem in zwei Suiten zusammengefasst, was ein gezieltes Auswählen einzelner Sequenzen nicht ermöglichte. Mittlerweile ist die CD jedoch wieder im Handel, wenngleich nicht von Varèse Sarabande, sondern von Perseverance Records, limitiert auf 2000 Stück. Eine Anschaffung sei also nicht nur Morricone-Fans empfohlen, sondern allen Freunden von Fantasymusik, insbesondere derer der Conan-Musiken.


Ludwig Hollmann, 13.07.2012

3 von 6 Punkten


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