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Kurzkritiken - A Life Less Ordinary
11.02.2005

A Life Less Ordinary - David Arnold
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0 Tracks / - min

Nach Trainspotting präsentieren Danny Boyle (Regie), Andrew McDonald (Produktion) und John Hodge (Drehbuch) mit A Life Less Ordinary einen weiteren gemeinsamen Film, der diesmal seinen Schwerpunkt nicht auf Fixer und Fäkalien setzt, sondern moderat eine Kidnapping-Komödie erzählt. Der Raumpfleger Robert entführt die Tochter seines Chefs und verlangt Lösegeld. Dieser beauftragt schließlich zwei Killer, die seine Tochter Celine befreien sollen. Hinter den Killern verbergen sich jedoch zwei himmlische Engel, deren Aufgabe es ist, Celine und Robert zu verkuppeln. Der Film bietet Sex-Appeal und eine Bildsprache, die ganz an Quentin Tarantino angelehnt ist.

Die Musik wurde von Ex-Punker David Arnold komponiert. Das nur bedingt eingängige und unvollständig erscheinende Hauptthema passt zu den schizoid-abstrakten Gedanken der Protagonisten und transportiert gleichzeitig (durch seinen mystischen Unterton) die religiöse Idee des Films – jene zwei Engel, die im Auftrag Gottes zwei verlorene Seelen zusammenführen müssen. Die Betonung liegt auf müssen: Sollte ihnen die von Gott auferlegte Mission nicht gelingen, würden sie dazu verdammt werden, ihr Dasein fortan für immer auf der Erde zu fristen. Natürlich scheitern die Versuche der Engel, daher passt die Unvollständigkeit des Hautthemas in doppeltem Sinne.

Stilistisch reitet die Musik stellenweise auf der damaligen Trance-Techno Welle (vgl. beispielsweise Mezada: Back To Trancenation,1997). Arnold hat sich mit Einfallsreichtum zurückgehalten; Im Film liegt der musikalische Schwerpunkt ohnehin auf den vielen Songs, die als Sampler veröffentlicht wurden. Erschienen ist der Score bisher nur als vorliegende Promo-CD, die mit knapp einundzwanzig Minuten zwar spärlich ausfällt, aber vollständig sein dürfte.

Die Komposition ist nur untergeordnetes Beiwerk, welche dem Film einen Hauch Religiösität und Mystery verabreichen soll, und als Höralbum kaum fesselt. Allerdings bietet sie einen schönen Einblick in die musikalischen Anfänge des Komponisten. 

Fazit: Muss man nicht haben, nur für Komplettisten!
Oliver M. Strate, 11.02.2005


2 von 6 Punkten


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