Bear McCreary -
„Wirklich, manchmal kann ich verstehen, warum sie Bomben auf uns werfen“ – Sarah Connor Die Terminatorwelle rollt: Nach dem furiosen Start der Fernsehsehserie Terminator: The Sarah Connor Chronicles hat die Produktionsfirma 20th Century Fox bereits die nächste Staffel aufgelegt. Die Entwickler der Serie unter der Federführung von Josh Friedman haben ihre Hausaufgaben gemacht. Alles, was der Terminator-Fan liebt, wird in der Serie aufgegriffen und zum Augen- und Ohrenschmaus verarbeitet. Ausgezeichnet gelungen ist die Mixtur aus moderner Gegenwartstechnik und dem Endzeit-Retrocharme des ersten Terminatorfilms. Und natürlich dürfen auch Elemente des zweiten Films nicht fehlen, ist die Fernsehserie doch chronologisch zwischen Teil zwei und drei angesiedelt. Selbst lieb gewonnene und im Kampf getötete Filmfiguren haben ein Stelldichein: Der neue Freund von Sarah Connor ähnelt Robert Patrick, FBI-Agent James Ellison ist dem sympathischen Lieutenant Ed Traxler nachempfunden (herrlich!), und auch die Terminatrix findet ein Pendant im Cyborg Cameron Phillips.
Das SCC-Scoring besteht im Wesentlichen aus zwei dominanten Elementen, die dem ersten Spielfilm entnommen wurden: 1) Das alte Terminator-Motiv (ein synkopierter Bassrhythmus) wird gepaart mit dem Donnergrollen eines Gewitters (entsprechend der letzten Filmszene). Mit ihm untermalt McCreary vornehmlich die actionlastigen Szenen. 2) Die verwendeten Violinensamples sind an die Ross Levinsons Electric Violin angelehnt und kommen in den trauerrandigen, ruhigen Szenen zum Zug. Sie präsentierten auch das kurzatmige Serien-Hauptthema sowie ein weiteres Thema, das Sarah Connor gewidmet ist. Letzteres ist eine Variation des T1-Liebesthemas. Nun wissen natürlich Cameron-Fans, dass dieses Liebesthema später von James Horner aufgegriffen und für die Titanic-Vertonung herhalten musste. Und siehe da: In der zweiten Staffel mutiert die Synthi-Violine gelegentlich zum Dudelsack, und wie von Geisterhand erklingt kurz das Titanic-Thema. Diese beiden gerade besprochenen, konzeptionell kontrapunktisch angelegten Elemente bilden das Herzstück der Vertonung. Dazu gesellt sich noch ein variables Terminatormotiv, das dem T-1000-Motiv nachempfunden wurde. In der Serie ist es beweglicher (sowohl was Dauer als auch Frequenzgang angeht) und „lebendiger“; dies begründet sich mit der Vielzahl der Terminatoren, die von den Protagonisten zu bekämpfen sind.
Fazit: Die erste Staffel der Serie in Anlehnung an die ersten beiden Spielfilme ist prächtig gelungen. Die musikalische Ausstattung greift alle wichtigen Termiantorelemente auf und setzt schon Bekanntes zu etwas Neuem zusammen. Dies ist zwar nicht besonders anspruchsvoll oder originell, aber zu McCrearys Verteidigung sei gesagt, dass seine Arbeit manchmal eine narrative Qualität besitzt, die man bei anderen Serienvertonungen der letzten Zeit vergeblich sucht. Bekanntere Komponisten wie Sean Callery (24) oder Joel McNeely (Dark Angel) könnten sich hier noch eine Scheibe abschneiden.
McCreary sollte man im Auge behalten. Sowohl das vorliegende SCC-Album, als auch die Musik zur oben erwähnten Serie Eureka sind viel versprechend. Details zum Soundtrack I. Die Musik
I. Die Alben -OST-
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Als erster durfte sich der recht unbekannte Komponist Blake Neely an die Vertonung der Pilotfolge herantrauen. Dieser wurde aber – ohne dass seine Musik zum Einsatz kam – durch Bear McCreary ersetzt, der parallel zu den Chronicles auch die Science-Fiction Serie Eureka vertont.
Somit verleiht McCreary der Serie eine Tonsprache, die den cameron’schen Spielfilmen