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Specials - Godzilla


Akira Ifukube
-

Ein Fischerboot kreuzt das Meer, als sich plötzlich ein riesiger, glühender Wasserberg erhebt und das Schiff in die Tiefe reist. Der Funker kann gerade noch ein SOS senden, bevor er – wie der Rest der Besatzung – in den Fluten umkommt ... 

Hintergrund

 
Selbst wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint, steckt hinter dem soeben geschilderten Filmanfang weit mehr Hintergrund als lediglich die Eröffnungssequenz eines B-Monsterfilms der 50er Jahre. Im März 1954 zündeten die Amerikaner im Pazifik eine Wasserstoffbombe. Dieser Test unterlag strengster Geheimhaltung; nur amerikanische Marineeinheiten waren eingeweiht. So musste es schließlich dazu kommen, dass der radioaktive Niederschlag auch das in der Nähe kreuzende japanische Fischerboot „Daigo Fukuryo Maru“ („Glücklicher Drache“) traf. Die Besatzungsmitglieder starben einer nach dem anderen unter entsetzlichen Qualen an den Folgen der radioaktiven Strahlung. Neun Jahre nach Hiroshima und Nagasaki wurde der Schrecken der Atombombe dem japanischen Volk auf diese Weise wieder ins Gedächtnis gerufen.

 

Bereits ein Jahr zuvor hatte in Amerika eine ganz andere Bedrohung die Bevölkerung erschreckt: Ein durch Nuklearbombentests in der Arktis mutierter und zehn Meter hoher Dinosaurier trampelte durch New York, bevor er sich in einem Achterbahngestell verfing und von tapferen amerikanischen Piloten zur Strecke gebracht wurde. Der Film Panik in New York (The Beast From The 20 000 Fathoms) war trotz seines geringen Budgets und seiner mehr als dünnen Handlung ein riesiger Erfolg. Einer, der auch in Japan nicht unbemerkt blieb. Filmproduzent Tomoyuki Tanaka witterte das große Geld. So entstand der Plan zu einem schnell heruntergedrehten Monsterfilm, der auf die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki anspielen sollte.

 

Produktion

 

Die Tohostudios willigten ein und übernahmen das Projekt. Allerdings musste noch ein passender Regisseur gefunden werden. Einfacher gesagt als getan, denn die meisten lehnten das Projekt ab. Schon resignierend traf Tanaka schließlich auf den jungen Inoshiro Honda. Dieser war ein Schüler Akira Kurosawas (Die sieben Samurai, ebenfalls produziert von Toho) und hatte sich vor allem als Dokumentarfilmer hervorgetan. Ihm ist es anzurechnen, dass aus dem anfänglichen Schnellschlussprojekt Stück für Stück die bis dahin teuerste Toho-Produktion wurde.

 

60 Millionen Yen (damals 900.000 Dollar) steckten die Studiobosse in das Projekt, das bis dahin nur den Titel „G“ trug. Drehbuchautor Shigeru Kayana hatte für Tanaka bereits ein Script entworfen. Das dünne, lieblos runtergeschriebene Drehbuch wurde von Honda aufgegriffen und sorgsam gefeilt. In seinen Grundzügen blieb die Story die selbe: Ein von Atombomben zum Leben erwecktes Monster versenkt im Pazifik Fischerboote. Hondas Änderungen mussten angesichts einer derart simplen Grundkonzeption in der Tat in den Feinheiten liegen. Mehr und mehr nahm in Hondas Kopf die Verfilmung einer Art von Hiroshima-Requiem Gestalt an ...

 

Hondas Monster war mehr als ein schlecht gelaunter Dinosaurier, der durch Japan trampelt; er war die Personifizierung des nuklearen Schreckens. Weder Hunger noch Paarungsdrang plagten ihn, seine einzige Bestimmung ist Zerstörung. „G“ war deshalb größer und stärker als die bisherigen Monster der Filmgeschichte: In Amerika schreckte die Zuschauerschaft vor zehn Meter hohen Ameisen und bestialischen Taranteln auf, doch am Ende gab es immer einen tapferen Piloten, der das Monster mit einem gezielten Schuss niederstreckte.

 

Inhalt

 

Nicht so bei „G“! Gleich einer Naturgewalt nimmt er die Menschen nicht einmal mehr wahr, fegt einfach über sie hinweg. Panzer verglühen unter seinem Hitzstrahl, starker Waffenbeschuss scheint ihm vor allem zu nerven. Das Trauma um die Atombomben und ihre Folgen war so groß, dass „G“ überdimensionale Formen annahm und bei weitem Alles bisher da gewesene in den Schatten stellte. Bevor „G“ aber all das verkörpern konnte, musste er erst einmal geboren werden. Statt „G“ wurde die Kreatur nach dem Spitznamens eines übergewichtigen Mitarbeiter bei Toho nun Gojira genannt (ein Wortspiel aus Gorilla und Kujira, dem japanischen Wort für Wahl). Für den weltweiten Markt wurde das Monster allerdings in Godzilla umgetauft. 

 

Tanaka selbst gab dem Monster sein charakteristisches Aussehen, welches an eine Mischung aus Dinosaurier und Bär erinnert. Laufen lernte das Monster in der Effektschmiede von Eiji Tsuburaya. Im Gegensatz zu den meisten Monstern Amerikas wurde Gojira nicht aufwändig Stop-animiert, sondern mittels eines Schauspielers dargestellt, den man in ein Monsterkostüm verfrachtete und ihn durch eine Modellandschaft laufen ließ. Das war erstens billiger und zweitens ging es schneller. Kein Wunder, dass sich diese Technik bis heute konsequent im japanischen Monsterfilm gehalten hat.

 

Weil Gojira in schwarz-weiß gedreht wurde, fiel es weiterhin auch kaum ins Gewicht, dass sämtliche Panzer aus Plastik waren und das Kostüm des Monsters hin und wieder ein paar unschöne Falten warf (letzteres ein Problem, mit dem Eiji Tsuburaya schon im ersten Farbfilm der Gojira-Reihe, King Kong vs. Godzilla, zu kämpfen hatte). Zwei Schauspieler, Haruo Nakajima und Katsumi Tenzuka, schlüpften in die Haut des Monsters, was alles andere als ein Zuckerschlecken war: Die großen Studioscheinwerfer heizten die Kostüme derartig auf, dass beide manchmal mit der Ohnmacht kämpfen mussten. Glücklicherweise wurde in einigen Filmszenen auch mit Handpuppen des Ungeheuers gedreht ...

 

Die Sturmsequenz auf der Ooto-Insel wurde ebenfalls mit kleinen Modellen gedreht, wobei gerade diese Szene aufgrund ihres Realismus’ besonders beeindruckt. Nachdem das Monster alle Fische im Meer gefressen hat, betritt es in einer stürmischen Nacht die Küste und hinterlässt eine Schneise der Verwüstung. Am nächsten Morgen sind alle Wasserquellen radioaktiv verseucht. Spätfolgen, die auch Hiroshima und Nagasaki betrafen, und die Honda bewusst in die Handlung eingebunden hat. Den eilig eingeflogenen Wissenschaftlern präsentiert sich die Kreatur nur kurz, bevor sie ins Meer zurückstapft. Man ist sich einig: Bei dem Monster handelt es sich um einen Dinosaurier, der durch Atombombenversuche irgendwo auf dem Meeresgrund aus einem tiefen Schlaf gerissen wurde und nun an Land zu einer Bedrohung der Menschheit geworden ist.

 

Dem Drama der Zerstörung wird eine tragische Liebesgeschichte entgegengesetzt. Emiko Yamane (Momoko Kochi), die Tochter des Paläontologen Dr. Yamane (Takashi Shimura), wurde schon seit früher Kindheit dem Wissenschaftler Dr. Daisuke Serizawa (Akihiko Hirata) als Frau versprochen. Diese liebt allerdings Ogata (Akira Takarada), mit dem sie sich heimlich verlobt hat. Ihr Vater erlaubt Ogata diese Heirat nicht. Bei einem Besuch zeigt Serizawa Emiko eine neue Erfindung, die er unter strengster Geheimhaltung entwickelt hat: den Oxigen-Zerstörer. Bei diesem handelt es sich um eine Waffe, die jeglichen Sauerstoff vernichtet und damit ein Weiterleben unmöglich macht. Er sieht die Waffe zum einen als seinen größten Triumph und andererseits als sein großes Laster an, weil er mit der Verantwortung leben muss, sie erschaffen zu haben. 

 

Kurz nach Emikos Besuch bei Serizawa kommt Godzilla erneut an Land und vernichtet Tokio. Auf seinem Streifzug durch die Stadt setzt das Monster mit einem Hitzestrahl ganze Häuserblöcke in Brand, so dass sich die Stadt in kurzer Zeit in ein Flammenmeer verwandelt. Die Flucht vor der Bedrohung scheint schier unmöglich. Manche Menschen verglühen, andere werden unter einstürzenden Häusern begraben oder von dem Monster zertrampelt. Eine von Flammen eingeschlossene Frau umklammert ihre beiden Töchter und versucht sie zu beruhigen. Ein schweißgebadeter Fernsehreporter harrt in der Stadt aus und informiert darüber, dass das, was auf den Bildschirmen zu sehen ist, grausame Wirklichkeit ist.

 

Doch erst der nächste Morgen eröffnet das wahre Ausmaß der Zerstörung: Tausende Tote und Verletzte sind zu beklagen, die Stadt liegt in Schutt und Asche. Sämtliche Krankenhäuser sind überfüllt. Viele, darunter auch Kinder, sind radioaktiv verstrahlt. 

 

Schließlich bricht Emiko ihr Schweigen und berichtet Ogata von der geheimen Waffe Serizawas, die Godzillas Vernichtung versprechen könnte. Serizawa, der das Drama im Fernsehen mitverfolgt hat, weigert sich zunächst, seine Erkenntnisse preis zu geben. Als er jedoch die Bilder der Zerstörung wahrhaftig vor sich sieht, besinnt er sich: Nachdem er seine Aufzeichnungen verbrannt hat, entscheidet er, seine Waffe ein einziges Mal zur Verfügung zu stellen. 

 

Sobald das Monster auf hoher See ausgemacht ist, tauchen Ogata und Serizawa hinunter, um die Tod bringende Waffe zu entfesseln. Aus dem brodelnden Meer steigt ein letztes Mal der Godzilla auf, bevor er in den Fluten durch den Oxigen-Zerstörer zersetzt wird. Mit dem Tod des Monster löst sich auch der Konflikt der Dreiecksbeziehung auf: Nur Ogata taucht wieder auf, Serizawa stirbt den Heldentod und steht damit im größtmöglichen Kontrast zu Amerikas filmischen Monstervollstreckern. Das letzte Wort im Film hat am Ende Dr. Yamane, der eindringlich vor dem Missbrauch von Atomwaffen warnt.

 

Analyse und Rezeption

 

Es bleibt fraglich, ob der moralische Schlusssermon Yamanes nicht etwas zu dick aufgetragen ist. Auf der anderen Seite ist der Rest des Films derartig schnörkellos inszeniert worden, dass man darüber durchaus hinwegsehen kann. Hondas Film ist in gesamter Länge düster, pessimistisch und gleichzeitig nüchtern und sachlich. Die Kamera fängt das Bild (sieht man von einigen symbolhaften Szenen ab) klar ein, ohne je besonders schön oder gar perfekt zu wirken. 

 

Die Opfer der Zerstörung werden in aller Deutlichkeit dargestellt. Ein Mädchen weint um den Tod seiner Mutter, die Mutter wird abtransportiert und macht weiteren Verletzen Platz – Schnitt! Diese und ähnliche Momente geben dem Film einen (durchaus gewollten) dokumentarischen Touch. Die Liebegeschichte wird dementsprechend kühl und bieder abgehandelt. Honda konzentriert sich primär auf den Sachverhalt, weniger auf die Gefühle der Charaktere. Deren Blick wandert im Verlauf des Films immer wieder mal nach oben, von wo der nukleare Schrecken einst gekommen ist. Auffallend ist ebenfalls, dass bis auf eine kurze Szene auf einem Partyschiff im gesamten Film nicht einmal gelacht wird. 

 

Honda stellt das japanische Volk als gepeinigte Nation dar, über die der Schrecken völlig unerwartet hereinbricht. Tatsächlich war das Land jedoch im Zweiten Weltkrieg mit Nazideutschland liiert und hat seine eigenen, grausamen Spuren im Krieg hinterlassen. Trotzdem kann man Gojira im Großen und Ganzen als wichtigen und wertvollen Beitrag zum japanischen Nachkriegskino zählen, der einen von vielen Versuchen darstellt, das Trauma des nuklearen Schreckens wiederaufzuarbeiten. 

 

Am 3. November 1954 erhob sich Godzilla dann erstmals aus dem Zelluloidmeer und die Einspielergebnisse fielen traumhaft aus! Insgesamt 125 Millionen Yen spielte der Atomsaurier ein und landete auf Platz 12 der erfolgreichsten Filme Japans (hinter sieben japanischen und vier ausländischen Produktionen). Langes Schlangestehen an der Abendvorstellung war keine Seltenheit. Dafür hatten die Toho Studios aber kräftig die Werbetrommel gerührt: Bis zum Kinostart lief im Radio ein Hörspiel zum Film, welches Appetit auf das kommende Großereignis machen sollte. 

 

In Amerika musste der Film weit mehr um Anerkennung kämpfen. Dort hatte man schon von vorneherein negative Vorurteile gegenüber Monsterfilmen, zudem wurden in der amerikanischen Fassung zusätzliche Szenen mit amerikanischen Schauspielern nachgedreht. In den Hauptrolle fungierte Raymond Burr als smarter Reporter Steve Martin, der das Geschehen exklusiv für den Zuschauer auf der anderen Seite des Stillen Ozeans kommentierte. Als wäre das nicht genug, ziehen die Szenen gerade durch ihre dilettantisch inkompetente Inszenierung den Originalfilm in die Tiefen eines drittklassigen Autokinofilms. So nimmt Martin (der sich die meiste Zeit im Hintergrund aufhält und meist hinter einer Reihe Japaner steht) tatsächlich in einer Szene Kontakt mit Professor Yamane auf, dieser wird allerdings von einem Double dargestellt. Und das, wo doch Takashi Shimura, der Yamane im Original mimt, in Japan einer der anerkanntesten Schauspieler seiner Zeit war. Auch die Anspielungen auf die Atombombe wurden, so gut es nur ging, drastisch minimiert. In Deutschland dagegen nahm man den Film deutlich interessierter auf. Die deutsche Version basiert, entgegen vieler Angaben, auf dem japanischen Original und wurde lediglich etwas gekürzt und in der Synchronisation stellenweise entschärft. So kamen die deutschen Kinobesucher erfreulicher Weise in den fast vollständigen Genuss der originalen Filmmusik Akira Ifukubes.


Musik

 

Dessen Musik lässt sich am besten mit dem Wort „effektiv“ beschreiben. Der Komponist, der ursprünglich Forstbeamter auf Hokkaido war, verzichtete in seiner Arbeit zu Gojira vollkommen auf die üblichen Klischees und Muster der westlichen Filmmusikwelt. In Interviews betonte er immer wieder, dass er Land (im Sinne von Region), Leute und Stimmung in der Musik ausdrücken, aber nie auf einzelne Szenen separat eingehen wolle. Dem muss noch hinzugefügt werden, dass Ifukube vom eigentlichen Film nur das Script kannte. Dieser Aspekt macht nur allzu deutlich klar, dass die Musik im finanziellen Plan der Studios leider an letzter Stelle stand: Viel zu kleine Orchester und viel zu wenig Zeit waren die Plagegeister Ifukubes während seiner gesamten Laufbahn im Monstergeschäft, dem er bis in die Neunziger treu blieb. 

 

Ifukube war für Gojira freilich nicht die erste Wahl gewesen. Viele andere Komponisten vor ihm hatten den Auftrag bereits zurückgewiesen, aus Angst, fortan für immer auf die Monsterschiene festgelegt zu werden. Ifukube dagegen, der allgemein als eigenwillig galt, ließ sich für seine Arbeit durchaus begeistern: „Ich bin ein Junge vom Land und etwas größenwahnsinnig. Die Dimensionen von Godzilla haben mit einfach begeistert.“ 

 

Schon im ersten Godzilla zeichneten sich erste musikalische Schemata ab, die sich durch die gesamte Filmreihe ziehen würden. Ifukube setzt bereits hier in erster Linie auf düstere Märsche und effektbetonte Klangflächen, gelegentlich bringt er auch Elemente japanischer Folklore in die Musik ein: Für die Ritualszene auf der Ooto-Insel übernahm der Komponist gar ein Thema aus seinem Japanischen Rhapsodie und arrangierte es für ein kleineres (Film-)Ensemble um. An Stellen wie dieser merkt man der Musik den kleinen Zeitrahmen an, unter dem sie entstanden ist. Stellenweise fokussiert sich Ifukube hörbar mehr auf Wirkung denn auf kompositorische Substanz, was zur Folge hat, dass die Musik größtenteils recht schlicht daherkommt. Lediglich ein paar Stellen weisen eine etwas feinere Ausarbeitung auf, so z.B. „Horror in the Water Tank“, wo eine Kollage aus expressiven Streichertremoli aufgebaut wird. Ebenfalls recht gut gelungen ist der schicksalhafte Klagesang, der die Bilder der zerstörten Stadt („Tragic Sight of the Imperial Capital“) und das Schlusswort Yamanes („Ending“) begleitet.

 

Höhepunkt der CD ist das sechs Minuten lange „Godzilla on the Ocian Floor“, das die Szene begleitet, in der Ogata und Serizawa auf den Grund des Meeres tauchen, um den Godzilla zu vernichten. Das zunächst eher sanfte Largo, welches zwischen Dur und Moll wechselt, wird vor allem von langen Orgelpunkten und schier endlosen Phrasen dominiert, wobei Ifukube fast unbemerkt das Serizawa-Thema einwebt. Die Musik entwickelt nach einiger Zeit einen hypnotischen Charakter, der die Szenerie traumartig und schwebend erscheinen lässt. Langsam wird diese Stimmung mittels kräftiger Streichertremoli gebrochen, gefolgt von einem harten, schwermütigen, Klavierorgelpunkt, über dem das Serizawa Thema abwechselnd von English Horn und Streichern ausgeführt wird. Dieser Part beschreibt den tragischen Tod Serizawas. Die Musik erdrückt den Hörer geradezu und bleibt ab diesem Zeitpunkt stets in Moll. 

 

Ohne Frage ist die Wirkung der Musik im Film immens. Ifukube legt außerdem schon hier die wichtigsten Themen und Motive der Nachfolger an, allerdings fehlt es Gojira noch an der geschickteren Umsetzung späterer Ifukube-Musiken, wie etwa Varan (1958) oder Godzilla und die Urweltraupen (Gojira Tai Mosura, 1964).

 


Fazit

 

Das bei La La Land Records zum 50-jährigen Jubiläum erschiene Soundtrackalbum präsentiert die komplette Musik des Films in akzeptabler, allerdings immer noch trüber und verrauschter Klangqualität. Als Dreingabe finden sich außerdem ein paar Bonusstücke, bei denen es sich um die originalen Filmfassungen der Musik handelt. Cover und Booklet der Edition sind hübsch und bilderreich gestaltet. Der Begleittext von David Hirsch ist ebenfalls recht ordentlich gemacht, wenngleich etwas oberflächlich wirkend. Die zusätzlichen Kommentare von Don Coscarnelli und Harry Knowless fallen hingegen absolut peinlich und überflüssig aus. 

 

Godzilla-Fans können hier bedenkenlos zugreifen, alle übrigen Interessenten sollten lieber zu einem der zahlreichen Sampler greifen, die Auszüge aus dem Score zum erfolgreichsten Serien-Monster aller Zeiten enthalten. Die Musik-Wertung resultiert in erster Linie aus der etwas plumpen Umsetzung und der geringen kompositorischen Substanz. Weil der Score aber insgesamt recht abwechslungsreich gestaltet ist und durchaus einige interessante Ideen aufzuweisen hat, rettet sich Ifukubes erster Godzilla-Score auf 3 Punkte mit leichter Tendenz zu 3,5.
Jan Selzer, 20.02.2006


Details zum Soundtrack

I.Der Film

Casting:
5 von 6 Punkten
Drehbuch:
4 von 6 Punkten
Ausstattung:
4 von 6 Punkten
Anspruch:
5 von 6 Punkten
Unterhaltung:
3 von 6 Punkten


II. Die Musik

3 von 6 Punkten


III. Die Alben

-OST-

Spielzeit:
4 von 6 Punkten
Klangqualität:
2 von 6 Punkten
Schnitt:
4 von 6 Punkten
Begleittxexte:
3 von 6 Punkten

Unterhaltung:
3 von 6 Punkten
Anspruch:
2 von 6 Punkten


Letzte Änderung: 14.08.2010 | Webmaster: Jonas Uchtmann | © Layout dieser Website by Adrian Werner & Jonas Uchtmann, 2002–2010.