Aktuelles
Inhaltliches
Rubriken
Login
Specials
Demnächst

Specials
  • Alfred Schnittke (Teil 3)
Rezensionen
  • Something Wicked This Way Comes (Horner)
  • Mao's Last Dancer (Gordon)
Kurzkritiken
  • Agora (Marianelli)
Statistik
 
  • Specials: 11

  • Rezensionen: 170

  • Kurzkritiken: 119

  • CD-Tipps: 31

  • DVD-Kritiken: 16

  • Buchkritiken: 2

CD-Tipps - How To Train Your Dragon
19.04.2010

How To Train Your Dragon - John Powell
Varèse Sarabande / 26.03.2010
25 Tracks / 72 min

Spätestens seit James Camerons Erfolg Avatar scheinen 3D-Filme vermehrt ihren Weg in die Kinosäle zu finden, jüngst bezauberte Alice das mit ulkigen Brillen ausgestattete Publikum. Nun sprang auch Dreamworks auf den 3D-Zug auf und brachte Ende März den Animationsstreifen How To Train Your Dragon (dt. „Drachenzähmen leicht gemacht“) in die Kinos. Musikalisch wurde das gefährliche Drachenprojekt von John Powell geführt. Erneut beweist er sich in seiner Eigenschaft als wohl talentiertester Sprössling der MV-Schmiede, denn der Score ist aus einem stilistischen Guss. Das Wikingerspektakel stattet er mit zwei eisern-heroischen Themen aus, die gerade in den voll orchestral und vielseitig orchestrierten Actionpassagen prima zur Geltung kommen: das Schlagwerk pocht wie der Schmiedehammer, die Streicher lodern wie die Glut im Schmelztiegel, wie ein Funkenregen explodiert das Blech und der raue Männerchor härtet das Endprodukt ab. Gerade das Ende der mit satten 72 Minuten bestückten Scheibe ist eine einmalige Tour de Force.

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Um dem Klangkolorit des hohen Nordens gerecht zu werden, greift Powell auf Fiedel, Flöten und Warpipes (irische Dudelsäcke) zurück. Das dabei entstehende Klanggemälde mag zwar klischeebelastet und musikhistorisch nicht ganz korrekt sein, erfüllt jedoch seinen Zweck: Es entführt in den rauen und sittenlosen Norden.

Das Album verliert während seiner gesamten Dauer keineswegs an Spannung oder Dramatik. Fesselnde, packende und interessante Actionpassagen reihen sich sanft neben liebliche, folkloristischen Momente ein. How To Train Your Dragon ist wie Robots zweifelsohne eine von Powells besten (Solo-)Arbeiten und ohne Vorbehalte zu empfehlen.

Ludwig Hollmann, 19.04.2010

4 von 6 Punkten


Letzte Änderung: 14.08.2010 | Webmaster: Jonas Uchtmann | © Layout dieser Website by Adrian Werner & Jonas Uchtmann, 2002–2010.