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CD-Tipps - Jurassic Park
16.02.2004

Jurassic Park - John Williams
MCA / 1993
16 Tracks / 70:17 min

Nach dem kurzen „Opening Title", der nur dazu dient dem Hörer zu zeigen, dass ein musikalisches Dinosaurier-Abenteuer ins Haus steht, findet man sich im prunkvollen „Theme from Jurassic Park" wieder. Das Leitmotiv, das hier vorgestellt wird, vermittelt eine feierliche Stimmung, die der Komponist durch schwungvoll gespielte Streicher, warmes Blech und Chorgesang realisiert. Harfenklänge und Glöckchen sorgen für besondere Plastizität. Das Feierliche und Überschwängliche in der Musik charakterisiert die räumliche und inhaltliche Größe des Jurassic Park. Scheinbar sicher und gut organisiert, dient dieser Park der Unterhaltung und Information der Besucher.

Spannungsmomente findet man erstmals in „Incident at Isla Nublar". Temporeich mit langgezogenen Streicherläufen, geheimnisvollem Chor und rasselnder Percussion, orientiert sich der Score wieder an den Dinos. Interessant ist, dass die Streicher (ab 3:22) etwas schwerfällig und zäh klingen. Hierdurch wird dem Hörer unbewusst die Überdimensioniertheit und charakterliche Trägheit der Tiere vermittelt. „Journey to the Island" begleitet die Touristen bei einem Ausflug durch den Themenpark und ist entsprechend unterhaltsam ausgefallen. In „Raptor Attack" wird die Angriffslust und Gefährlichkeit der geklonten Tiere durch reichlich Bläsersatz dargestellt. Dominant sind die eckig gespielten Hörner, unterlegt mit Trompeten und gelegentlichem Holzbläsereinsatz.

Ebenfalls schön anzuhören ist das Leitmotiv, wenn es vom Klavier vorgetragen erklingt, so kurz zu hören in „Welcome to Jurassic Park". Dieser Cue ist ebenfalls freundlich, aber das Majestätische ist im Vergleich zu „Theme from Jurassic Park" schon abgeflacht. „Dennis Steals the Embryo" wirkt unheimlich, durch tickernde Holzstäbe, die das Ablaufen der Zeit akustisch darstellen, einen gleichförmigen Bass, der seine Runden dreht, und gestopfte Trompeten, die immer wieder an des Zuhörers gespannten Nerven nagen. Dass Williams' Musik einem Familienfilm angedacht ist und kitschige Züge aufweist, erkennt man an „A Tree for my Bed": Einige der Protagonisten flüchten sich auf einen Baum und Williams steuert eine Musik bei, um diese in den Schlaf zu wiegen.

Alles in allem hat der Komponist eine abenteuerliche Musik geschaffen, die einen hohen Unterhaltungswert besitzt. Packende, rasante Action, Hochspannung und Einfühlungsvermögen machen den Score zum reinen Hörgenuss. Zu bemängeln ist, dass die Stücke auf dem MCA-Album nicht chronologisch angeordnet sind.
Oliver M. Strate, 16.02.2004


5 von 6 Punkten


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